Mission Possible - Pick-up After My Bestie
Lektion

Defining Placemaking

Der Kern des Placemaking ist ein einfaches Konzept: Es handelt sich um einen vielschichtigen Ansatz für die Planung, Gestaltung und Verwaltung öffentlicher Räume, der die Vorzüge, die Inspiration und das Potenzial einer lokalen Gemeinschaft nutzt und letztlich zur Schaffung hochwertiger Räume führt, die zur Gesundheit, zum Glück und zum Wohlbefinden der Menschen beitragen.

Beim Placemaking geht es darum, ein Stadtviertel, eine Stadt oder eine Gemeinde in eine Leinwand für gemeinschaftliches Schaffen zu verwandeln. Es ist kein von oben diktierter Ansatz, der von Planern und Entwicklern diktiert wird, sondern ein gemeinschaftlicher Prozess, der es jedem ermöglicht, seine Stimme und seine Energie einzubringen.

Die Wurzeln des Placemaking

Die Geschichte des Placemaking ist ein Wandteppich, der aus vielen Fäden gewebt ist, von denen jeder eine andere Farbe hat und verschiedene Ideen und Bewegungen repräsentiert. Ihre Geschichte lässt sich bis in die 1960er Jahre zurückverfolgen, als sie aus dem Engagement von Stadtschreibern und Denkern wie Jane Jacobs und William H. Whyte hervorging, die die Idee vertraten, Städte für Menschen und nicht nur für Autos und Handel zu gestalten.

Jacobs' bahnbrechendes Werk "The Death and Life of Great American Cities" (Tod und Leben der amerikanischen Großstädte) kritisierte die unpersönliche Art der Stadtplanung in der Mitte des 20. Jahrhunderts und legte den Grundstein für das, was zur Bewegung der Ortsgestaltung werden sollte. Sie betonte die Bedeutung einer gemeinschaftsorientierten Stadtplanung und setzte sich für lebendige, gemischt genutzte Stadtviertel ein.

Whyte verfolgte einen ähnlichen Weg und setzte Beobachtungsmethoden ein, um die Interaktion zwischen Menschen und ihrer Umgebung zu verstehen. Seine Erkenntnisse über das soziale Leben in kleinen städtischen Räumen trugen dazu bei, die Idee zu festigen, dass erfolgreiche öffentliche Räume diejenigen sind, die von den Menschen geliebt und genutzt werden.

Entwicklung im Wandel der Zeit

Das Placemaking hat sich seit seinen Anfängen erheblich weiterentwickelt. In den 1970er und 80er Jahren nahm es mit Initiativen wie Project for Public Spaces (PPS) Gestalt an, die sich dafür einsetzten, die von Jacobs und Whyte aufgestellten Grundsätze in praktischen Stadtentwicklungsprojekten auf der ganzen Welt anzuwenden.

Als Umweltbelange und Nachhaltigkeit immer dringlicher wurden, begann sich die Gestaltung von Orten mit grüner Stadtentwicklung zu verbinden, was dazu führte, dass nicht nur soziale und kulturelle Faktoren, sondern auch die ökologische Gesundheit der städtischen Umwelt in den Mittelpunkt rückte.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Placemaking-Bewegung zu einem globalen Phänomen entwickelt, das gemeinschaftsorientierte Projekte und stadtweite Initiativen hervorgebracht hat, die darauf abzielen, die Bürger zu stärken und Räume zu schaffen, die den einzigartigen Charakter und die Bedürfnisse ihrer Bewohner widerspiegeln.

Erbe und anhaltender Einfluss

Das Vermächtnis des Placemaking zeigt sich in der Umwandlung von Räumen von "Les Berges" in Paris bis zur High Line in New York, wo verlassene oder untergenutzte städtische Gebiete als lebendige, integrative und dynamische öffentliche Räume neu erfunden wurden.

Heute inspiriert das Placemaking weiterhin urbane Innovationen, die sich neuen Herausforderungen und Chancen stellen, wie der Rolle der digitalen Technologie im öffentlichen Raum und der Notwendigkeit, dass Städte angesichts des Klimawandels und anderer globaler Belastungen widerstandsfähig sein müssen.

Dieses Modul führt Sie durch diese reiche Geschichte und untersucht, wie die Gestaltung von Plätzen die breitere Geschichte der Stadtentwicklung geprägt hat und von ihr geprägt wurde. Auf Ihrer Reise durch die Geschichte des Placemaking werden Sie ein tiefes Verständnis für diesen transformativen Ansatz zur Schaffung von Räumen entwickeln, die nicht nur bewohnt, sondern wirklich gelebt und geliebt werden.

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